Aktuell
Firmvorbereitung in der Seelsorgeeinheit
2. Firmfahrt Münsterschwarzach

Nachdem wir im Auto alle Platz gefunden hatten, fuhren wir in einer dreistündigen Fahrt zur Münsterklause nach Schwarzach.
Nach Ankunft und Abladen gingen wir zur Komplet um 19:35h. Nach dem Essen gingen die einen ins Dorf und die anderen zum Basketball spielen.
Am nächsten Morgen hieß es schon um 4:30h aufstehen und in Vigil und Laudes zu gehen. Nach einstündiger Pause gingen wir in einen kurzen Gottesdienst in der Krypta. Als das Frühstück fertig war hatten wir bis 12:00h frei, worauf hin wir in die Mittagshore gegangen sind. Danach führte uns Bruder Samuel über das Klostergelände, da wir erst um 18:00h zur Versper mussten. Um 19:35h besuchten wir nochmals die Komplet, welche der letzte Kirchenbesuch für diesen Tag war. Am Sonntag begannen Vigil und Laudes eine Stunde später und das Konventamt um 9:00h. Nach dem Packen und putzen gingen wir noch in die Mittagshore. Anschließend fuhren wir nach Hause.
Fazit: Wir fanden die Tage zwar interessant, können uns aber nicht vorstellen im Kloster zu leben. Die Gottesdienste waren auf Grund der eintönigen Gesänge schwer zu verstehen.
Begleitung : Agnes Obert und Margitta Ziel
1. Fahrt nach Santiago de Compostela mit 7 Jugendlichen
31.08. - 07.09.2011
Nach einer kurzen Busfahrt starten wir in Frankfurt Hahn zum kurzen Flug nach Santiago. Von dort geht es über Lugo mit dem Bus nach Sarria.
Wir wandern fünf Tage:
Sarria - Portomarin, Portomarin - Palas de Rei, Palas de Rei - Arzua, Arzua - Pedruzo, Pedruzo - Santiago.
Die Eindrücke der Jugendlichen waren vielfältig.
- Blasen und Füße, die einem das Laufen zur Hölle machen
- Freunde die einem helfen wenn man nicht mehr kann
- Starkes Gemeinschaftsgefühl
- Eingeschränkte Freiheit durch Mitreisende
- häufiger Hunger
- Die vorbeisausenden Fahrradfahrer deprimieren einen, Fahrrad fahren ist vielleicht nicht so anstrengend wie laufen
- Interessante Menschen, die ein ähnliches Ziel haben und die man oft wieder trifft
- Menschen die Monate lang laufen, oft über 300 km
- Das Weihrauchfass ist ein Highlight, das es nicht oft gibt
- Santiago war nicht so wie erwartet, hatte nicht das Gefühl angekommen zu sein
- der Weg war hart und lang, aber für mich hat er sich gelohnt
- Santiago war dreckig und kaputt
- Die Kathedrale sieht nicht gut aus
- Eine Erfahrung die ich nicht mehr missen möchte.
Als Gruppe war es leider nicht möglich für sich alleine zu sein, zur Ruhe zu kommen und selbst zu entscheiden, wie weit und wohin man gehen möchte.
Aber andererseits hätte ich mich alleine auch nicht getraut den Weg zu beginnen. Die Ankunft in Santiago war leider nicht so wie ich es erwartet hatte.
Vielleicht lag es an der großen Stadt, dem Kommerz und dem Tourismus." Angekommen zu sein" fühlte ich erst nach der Pilgermesse im deutschen Pilgergesprächskreis mit einem deutschen Pfarrer. Dort durfte sich jeder vorstellen, den Grund seines Beginns nennen und die Erfahrungen auf dem Weg erzählen. Das empfand ich als sehr ergreifend. Wir waren alle gleich, alle Pilger, die das gleiche Ziel hatten und es geschafft haben.
Meine Erkenntnis: Der Weg ist wie eine Parabel zum Leben, nur sehr viel kürzer. Wie im richtigen Leben, muss jeder seinen eigenen ganz persönlichen Weg gehen.
Für einige der Jugendlichen war diese Fahrt eben die Fahrt zur Firmvorbereitung, mit mehr oder weniger Spaß. Vielleicht waren sie für eine Pilgerreise einfach noch zu jung. Bei Ihnen kann man nur hoffen, dass wir einen kleinen Samen legen konnten und dieser irgendwann vielleicht aufgeht.
Andere machten sich durchaus Gedanken um ihr Leben und ihre Zukunft, auch um ein Leben und eine Zukunft mit Gott. Für diese hat sich die Fahrt durchaus gelohnt. Bedanken möchten wir uns bei den Teilnehmern die sich während der Fahrt sehr sozial und hilfreich engagiert haben und uns eine große Hilfe waren.
Agnes Obert und Steffi Wagner

2. Fahrt nach Santiago de Compostela
mit 11 Jugendlichen
"Hola! Buen Camino!"
Diese 3 Wörter haben wir 11 zwischen dem 1. und dem 8. September auf unserer Wanderung von Sarria nach Santiago de Compostela unzählbar oft gesagt. Auf unserem Pilgerweg sind uns viele freundliche Menschen aus aller Welt begegnet, das sieht man allein daran, dass es selbstverständlich war einem 'Hallo!' zu sagen und einen 'Guten Weg!' zu wünschen. Durch die neuen vielen ausländischen Freunde, die wir sowohl in Herbergen, auf dem Jakobsweg als auch in den Städten immer wieder getroffen haben, war es nichts Außergewöhnliches, dass wir uns gegenseitig mit Laola-Wellen gegrüßt haben und gemeinsam sangen. Dadurch dass wir immer zwischen 7 und 15 Uhr gelaufen sind, haben wir den Rest des Tages unsere Zeit in den fast immer guten Herbergen verbracht, in welchen wir oft mit südländischer Gastfreundlichkeit empfangen wurden. Das Wetter während unseres Spanienaufenthaltes war relativ durchwachsen, doch für unsere täglichen Laufetappen waren die im Schnitt ca. 17°C angenehm und es hat glücklicherweise auch nie ernsthaft geregnet. Durch die Tatsache , dass wir gemeinsam ein 117 km-langes, kleines Abenteuer verbracht haben und viele Schmerzen, wenig Schlaf gemischt mit viel Schnarchen durchstanden haben, sind wir als Gruppe in den 8 Tagen unserer Firmreise sehr zusammengewachsen und wirklich gute Freunde geworden. Mit unseren Betreuern Wolfgang Hetz, Wolfgang und Monika Faber haben wir uns auch sehr gut verstanden und wir hatten gemeinsam viel zu lachen. Wir haben Euch sicher oft genervt und nicht nur deshalb wollen wir hiermit offiziell sagen: DANKE, dass Ihr unsere Verantwortlichen wart und euren Urlaub für uns pubertäre Monster geopfert habt!
Trotz dem ganzen Spaß, den wir 8 Jugendlichen mit den Betreuern hatten, sollte man nicht aus den Augen verlieren, dass wir wegen der Firmung unseren Weg gelaufen sind. Und dazu kann man zusammenfassend sagen (Zitat von unserem Freundschaftsbändchen, das wir uns alle in Santiago gekauft haben):
DER WEG IST DAS ZIEL!
