Seelsorgeeinheit Karlsruhe SüdWest

Der katholischen Pfarrgemeinden Heilig-Geist Daxlanden, St. Josef Grünwinkel, St. Thomas Morus Oberreut

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Seelsorgeeinheit

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Neue Gottesdienstordnung in der Seelsorgeeinheit Karlsruhe Südwest

Liebe Mitglieder der Gemeinden Heilig Geist, St. Josef und St. Thomas Morus, liebe Frauen und Männer in der Seelsorgeeinheit Karlsruhe Südwest!

Bei der gemeinsamen Sitzung der Pfarrgemeinderäte am 14. November 2009 wurde eine neue Gottesdienstordnung für die Seelsorgeeinheit erarbeitet, diskutiert und verabschiedet. Diese wird ab 1. Februar 2010 in Kraft treten. Schon im letzten Pfarrblatt wurde diese Gottesdienstordnung für die Sonntage abgedruckt, damit Sie frühzeitig informiert sind. Ich weiß, dass diese neue Gottesdienstordnung für den einen oder die andere von Ihnen Einschränkungen und Umdenken erfordert und dass sicher nicht alle glücklich über die geänderten Zeiten oder wegfallende Gottesdienste sind. Deshalb ist es mir wichtig, die neue Gottesdienstordnung nicht einfach kommentarlos Ihnen zur Kenntnis zu geben, sondern die Hinter-gründe, die zu dem Beschluss geführt haben, zu erläutern und um Ihr Verständnis zu werben.

Ich muss an dieser Stelle ausdrücklich betonen, dass es sich die Männer und Frauen in den Pfarrgemeinderäten nicht leicht gemacht haben und wirklich um die besten Lösungen gerungen haben, im Blick auf die Zukunft der Seelsorgeeinheit. Für das konstruktive Miteinander bin ich sehr dankbar.

Das Zweite Vatikanische Konzil betont, dass die Eucharistie Quelle und Höhepunkt des gemeinschaftlichen Lebens ist. Sie ist der Ort, an dem die Menschen in ihrer Verschiedenheit und Buntheit zusammenkommen, um Miteinander das Vermächtnis Jesu Christi zu feiern, um dabei Leib Christi zu werden, ein Leib mit vielen Gliedern. Gleichzeitig soll die eucharistische Gemeinschaft die Quelle sein, aus der jede und jeder einzelne etwas für den Alltag mitnehmen kann.

Da die neue Bezugsgröße die Seelsorgeeinheit ist, ist es wichtig, dass wir regelmäßig Eucharistie als Seelsorgeeinheit miteinander feiern. Von daher haben wir beschlossen, dass die Christmette und die Osternacht und weitere hohe Feste im Kirchenjahr als Seelsorgeeinheit gefeiert werden. Darüber hinaus soll die Messe jeweils am 1. Sonntag des Monats als Eucharistiefeier der Seelsorgeeinheit gefeiert werden.
Ich bin davon überzeugt, dass so die Gemeinden zur Seelsorgeeinheit zusammenwachsen können. In den bisherigen Gottesdiensten, die wir als Seelsorgeeinheit gefeiert haben, habe ich das immer als Gewinn sowohl für die einzelnen Mitfeiernden, als auch für die einzelnen Gemeinden erlebt. Rückmeldungen diesbezüglich bestätigen dies.

Desweiteren haben die Pfarrgemeinderäte beschlossen, dass an den übrigen Sonntagen jeweils eine Messe pro Gemeinde stattfinden soll. Somit haben wir in der Seelsorgeeinheit eine gerechte und ausgewogene Verteilung der Sonntagsgottesdienste. Der Stundentakt schien uns deshalb sinnvoll, weil zum einen möglichst wenige Überschneidungen gegeben sind, zum anderen im Notfall kurzfristig eine gegenseitige Vertretung zwischen den beiden Priestern der Seelsorgeeinheit möglich ist.

In der Heilig Geist Gemeinde wird die Messe immer am 3. Sonntag im Monat um 11.00 Uhr in St. Barbara stattfinden. Diese Messe wird gleichzeitig der Familiengottesdienst der Seelsorgeeinheit sein. Die Erfahrung mit den Familiengottesdiensten hat gezeigt, dass es einen festen Ort und eine feste Zeit braucht, damit sich eine Kontinuität einstellen kann.

Die Regelung für die Vorabendgottesdienste bleibt wie bisher, wobei Vorabendgottesdienste grundsätzlich immer um 18.15 Uhr stattfinden.

Ich weiß, dass die neue Gottesdienstordnung für den einen oder die andere bedeutet, von liebgewordenen Gewohnheiten Abschied zu nehmen. In Verantwortung für die Seelsorgeeinheit und damit auch für die drei Gemeinden muss ich aber sagen, dass ich in der neuen Gottesdienstordnung viele Chancen sehe.

Ich kann nur hoffen, dass es Ihnen gelingt, nicht zu sehr das zu sehen, was nicht mehr so ist, wie es bisher war, sondern auch neue Möglich-keiten und Chancen für sich, die Gemeinde und für die Seelsorgeeinheit zu entdecken. Ich bitte Sie die Beschlüsse gut mitzutragen.
Für Verbesserungsvorschläge sind wir dankbar, zumal wir im Gemeinsamen Ausschuss die Gottesdienstordnung immer wieder reflektieren und gegebenenfalls auch modifizieren werden.

Ich danke für Ihr Verständnis!
Pfarrer Matthias Koffler